Alter Sportplatz
 

Sportplatzbau Espe-Kampfbahn

In erster Linie stand natürlich die Frage:"Wohin mit dem neuen Sportplatz?" Als Standort bot sich der frühere Tannengarten im Espe, welcher als Platz für das Kartoffelbraten im Herbst diente, geradezu ideal an.
Der Platz, welcher etwa damals die Maße 18 x 10 m hatte, wurde von der Marke Medelon für einen Zeitraum von 99 Jahren gepachtet. Im Sommer 1947 wurde mit den Bauarbeiten begonnen, nicht wie heute mit LKW, Bagger
und Raupe, sondern mit Hacke, Schüppe und Schubkarre. Die Wurzeln der Tannen wurden "freigeschüppt", die Tannen abgeschnitten und danach die Wurzeln mit Stricken herausgezogen. Ein großes Arbeitervorbild war in dieser Zeit unser langjähriges Vorstandsmitglied Wendelin Schweinsberg; er war
derjenige, der die Arbeitskräfte organisierte und produktiv einsetzte.
Ein Arbeitskommando für den Sportplatzbau von 10 Mann wurde täglich abgeordnet, nach Reihenfolge der Eintrittsdaten. Ab 1. November 1947 wurde jeden Dienstag mit dem Weiterbau des Sportplatzes mit allen 50 Mitgliedern fortgefahren. Als finanzielle Vergütung wurde zwischen 70 Pfennig und
1,-DM pro Stunde gezahlt.
Als man sich für den Sportplatzbau im Espe entschied, hatte man keinen Platz für die Heimspiele. Es wurde dringend eine Wiese gesucht, welche einigermaßen zu gebrauchen war. Man entschied sich für eine Wiese
am "Mesterfeld", welche von Göken zur Verfügung gestellt wurde. Hammer Willi stellte die Balken für die Tore zur Verfügung und "Ruck Zuck" waren die Tore fertig, aber Tornetze gab es nicht. Netze wie heute sowieso
nicht und Maschendraht hatte man auch nicht. Beim Spielen musste der Schiri eben besonders aufpassen. Im Jahre 1948 war der neue Platz fertig und man zog auf den "Köppel".
Die geleistete Arbeit und der dabei geflossene Schweiß hatten sich gelohnt,
denn zum ersten Sportfest des Rot-Weiß Medelon am 30. Mai 1948 war der Sportplatz fertig und wurde bei der Einweihung auf den Namen ,,Espe-Kampfbahn" getauft.
Zu den finanziellen Mitteln zum Sportplatzbau bleibt zu erwähnen, dass aus der Totokasse ein Zuschuss von 5.000,- DM gewährt wurde.
Im Laufe der Jahre bis zum 25-jährigen Jubiläum im Jahre 1953 wurde die Espe-Kampfbahn noch insgesamt 3 mal vergrößert. Großen Anteil an dieser Arbeit hatte das Vereinsmitglied Alfons Frankenstein, der wegen seines
Einsatzes allgemein ,,Kameradenschinder" genanntt wurde.
Die letzte Verbreiterung wurde 1951 maschinell durchgeführt.
Danach hatte der Platz seine heutige Größe und es wurden herrliche Sportfeste in dieser idyllisch gelegenen Sportstätte gefeiert.

Spielszene aus der herrlich im Wald gelegenen Espe-Kampfbahn:



 Die letzte Verbreiterung des Sportplatzes wurde maschinell durchgeführt und zwar mit einer Raupe der Firma Gebr. Schmiedeler.


 
 
 
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